Wie wir wurden, was wir sind - Chronik des Schulvereins

Die Chronik des Schulvereins

 I. Gründung 1956

Thekla Hahn und Erich Ade waren nach Erzählungen von Ehemaligen zwei bemerkenswerte Persönlichkeiten der ehemaligen Mädchenschule.

1956 - anlässlich des bevorstehenden Umzugs der Mädchen aus ihrem alten Schulgebäude, das sie mit der ehemaligen Realschule für Jungen teilte (dem heutigen Leibniz-Gymnasium), gründete Erich Ade mit einer kleinen Gruppe den Verein der ehemaligen Schülerinnen und Freunde des Progymnasiums für Mädchen Stuttgart - Feuerbach, warb jede Menge seine Schülerinnen dafür - unter anderem auch Ingeborg Roller, die beliebte Künstlerin und Musiklehrerin - und verwaltete die Kasse ab der Gründung 1956 bis zu seinem Ruhestand 1971. Thekla Hahn und er wurden zu Ehrenmitgliedern ernannt.

Nach ihrem Tod stiftete Thekla Hahn dem Schulverein einen 500g - Goldbarren, mit dem ein Riesenfest veranstaltet wurde, als man Anfang der 70er Jahre munkelte, dass das Neue Gymnasium zugunsten des Gymnasiums in Weilimdorf eh bald geschlossen werden würde …

 II. Neues Schulhaus und neuer Name

Am 26.6.1956 wurde das neue Schulhaus eingeweiht - der heutige Klassenzimmertrakt. Ab 1958 wurde der Name in Gymnasium für Mädchen geändert, weil die Schule ab 19.7.58 auch Abiturientinnen hatte.

Ab September 1970 wurden auch Jungen aufgenommen und man wählte den Namen NEUES GYMNASIUM, was zunächst als provisorischer Name gedacht war. Die Schule hatte zunächst über 1000 Schüler, ehe ein Teil mit vielen Lehrkräften 1974 schließlich nach Weilimdorf in das heutige Solitude-Gymnasium übersiedelte.

Mit Dr. Klaus Müller kam 1975 eine sehr junge Mannschaft an die Schule. „Der Verein“ zog sich aus der Schule zurück. Von Schulseite war immer nur eine Lehrkraft „besuchsweise“ bei Ausschuss-Sitzungen dabei.

 III. Schwere Zeiten

Aus den Protokollen der  70er- und 80er- Jahre geht deutlich hervor, dass mehrmals die Auflösung des Vereins drohte, bis schließlich einige engagierte Ausschussmitglieder - allen voran Margarete Rösler - sich Ende der 80er Jahre verstärkt mit Bitte um Hilfe an die Schulleitung wandte. Die Mitglieder wurden immer älter und es traten kaum neue Mitglieder bei.

Lilo Mayer, die Kassiererin, verwaltete über 500 Adressen, aber nicht einmal die Hälfte der Mitglieder bezahlte Beiträge. Elsbeth Lassen und Ruth Grüb unterstützten ebenfalls die Öffnung des Vereins Richtung Schule, damit der Verein aus seinem Dornröschenschlaf erwachen und zu einem echten Förderverein werden konnte. Dies hatte sich wohl auch Erich Ade bei der Gründung vorgestellt.

Die Kassen der Stadt und des Landes sind schon immer für Belange der Schulen bezüglich Ausstattung und Pädagogik fast leer.

 IV. Aus dem Dornröschenschlaf erwacht ...

Seit Ende der 80er - Jahre konnte sich Margarete Rösler auf die Unterstützung durch die Schulleitung, durch Elternvertreter - allen voran Rolf Zielfleisch - und vor allem durch Lehrerinnen verlassen. Edeltraud John wurde innerhalb weniger Jahre die Geschäftsführerin des Schulvereins, obwohl dieses Amt gar nicht vorgesehen war. Aber anders hätten all die neuen Aufgaben gar nicht erfüllt werden können.

Der Kontakt zu den älteren Ehemaligen wurde und wird bei Ausflügen gepflegt und es gelang, alle verstärkt für die Belange der Schule zu erwärmen. So schenkte zum Beispiel Else Federschmid vor ihrem Tod dem Schulverein einen kleinen Goldbarren - nach dem „Vorbild von Thekla Hahn“ - wie sie immer sagte.

Der Name wurde 1990 - die Satzung 1994 - geändert, so dass viele neue Mitglieder unter der Elternschaft und bei den jungen Schülern gewonnen werden konnten.

Die Gemeinnützigkeit wurde vom Finanzamt erteilt, vor allem, weil der Verein seit 1990 die Trägerschaft für den täglich warmen Mittagstisch übernommen hat.

V. Neue Zeiten …

Nach dem Tod des 1.Vorsitzenden Reinhold Kull übernimmt 2005 die langjährige Geschäftsführerin Edeltraud John schließlich mangels Kandidaten den 1.Vorsitz. Ab 1990 – die Schülerzahl des NG hatte stetig abgenommen - wird außer der Einrichtung des Mittagstisches (auch mit Hilfe von 12 Lehrerinnen) verstärkt Öffentlichkeitsarbeit für das NG gemacht und die lokale Pressearbeit gepflegt. Ein Logo für Schule und Verein werden entworfen, Flohmärkte für Kinder auf dem Wilhelm-Geiger-Platz veranstaltet und der Verein nimmt mit einem Stand an etlichen Weihnachtsmärkten in Feuerbach teil. Der Erlös wird dem NG für die 100-Jahrfeier zur Verfügung gestellt. Massive Unterstützung bei allen Aktivitäten erfolgt durch Rolf Zielfleisch.

Ab 1990 unterstützt der Schulverein die Schnuppernachmittage für Grundschüler, 1993 wird der „Biber Aktuell“ als Vereinszeitung aus der Taufe gehoben. Zunehmend wird für die Mitgliedschaft im Schulverein geworben und so steigt die Zahl der Mitglieder und die Altersstruktur wird zunehmend ausgewogen. Auch die Ausschuss- und Vorstandsmitglieder haben immer mehr Bezug zur Schule und der Verein kann immer stärker seiner Förderungsaufgabe nachkommen.

Ab 1997 beginnt im Zusammenhang mit dem 100.Geburtstag des NG die Sammlung von Adressen von Ehemaligen. Die 1.Berufsbilderbörse startet 1997 und ist am letzten Freitag im Januar zu einer festen Einrichtung geworden, die auch von Schülern anderer Schulen besucht wird und schon Nachahmer gefunden hat.

2003 wird die 1.Homepage mit Hilfe von Oliver Zuchowski ins Netz gestellt. Immer mehr Spenden werden über den Schulverein für das NG gesammelt - unter anderem wird auch der Kletterfelsen im Schulhof finanziert. Bärbel Baudach übernimmt die Organisation von Ausflügen mit Kultur.

Im Juli 2012 geht die langjährige Vorsitzende Edeltraud John in Pension. Das neue Vorsitzteam mit Herrn Grüninger und Frau Koch übernimmt die Arbeit. Manches Neue wird initiiert: Die Vereinshomepage wird in die Schulhomepage integriert, der Caterer für den Mittagstisch wechselt, die Organisationsstruktur des Vereins wird gestrafft.

Ab 2015 unterstützt Frau Steinle, unsere Elternbeiratsvorsitzende, Herrn Grüninger im Vereinsvorstand. Frau Koch bleibt dem Vorstand aber als Schriftführerin weiter erhalten.