/ Das sind wir  / Chronik 

"Offen für das Neue" - Wie wir wurden, was wir sind

Eine  Chronik des Neuen Gymnasiums

1897:  Gründung der "Privattöchterschule" in Feuerbach durch zwölf Väter, darunter auch Fabrikant August Happold. Die Eltern wollen nicht, dass ihre Töchter täglich zweimal den Weg in die Schulen in der Stadt Stuttgart laufen müssen.
Zu Beginn sind das Haus des Werkmeisters Louis Fahrion am Karlsplatz, dem heutigen Wilhelm- Geiger-Platz, später das Happold- Stift in der Leobener Straße  die Schulgebäude. Der Unterricht an der „Höheren Mädchenschule“( ab 1903) beschränkt sich auf die Fächer Französisch, Geographie, Geschichte, Naturgeschichte, Literatur, Handarbeit und Klavierspielen. Erster Schulleiter wird Eugen Geiger, der vorher an der Jungenschule bereits Lehrer war.

1908:  Nach der Stadterhebung Feuerbachs- damals eine reiche Stadt – wird die Schule städtisch. Immer mehr Familien auch aus dem Kleinbürgertum, ergreifen die Gelegenheit, ihren Töchtern auf diese Weise eine zusätzliche "Aussteuer" mit zu geben. Mit der 12 Jahre älteren Jungenschule teilt man sich nach Fertigstellung am damaligen Stadtrand „auf der grünen Wiese“ ab 1913 das Schulgebäude, das heute nur noch das LG beherbergt.           Der Eingang für Mädchen war links, der der Jungen rechts. Nur im Kartenraum finden heimliche Begegnungen statt.

1914:  Aus der Schule für Höhere Töchter wird die "Mädchenrealschule".

1920:  Mit 443 Schülerinnen die größte Anstalt dieser Art in Württemberg

1937:  Umbenennung der Schule zur "Oberschule für Mädchen"; Im Schulhaus  herrscht drangvolle Enge, Unterricht wird im Schichtbetrieb erteilt. Während des Krieges sind viele Schülerinnen landverschickt oder lösen Aufgaben zu Hause.

1953:  Die Oberschule wird zum  "Progymnasium für Mädchen“ erklärt

1956:  Endlich ist es soweit! Der Klassenraumtrakt des neuen Schulhauses, Klagenfurter Straße 71 wird bezogen. Der Verein der Ehemaligen, der Freunde und Förderer wird von weitsichtigen Pädagogen, Eltern und Schülerinnen gegründet, weil es auch damals schon an Sponsoren fehlt.

1957:  Die ersten Schülerinnen legen die Reifeprüfung ab. Die Schule ist nun  „Gymnasium für Mädchen“ und zieht Anfang der 60er-Jahre nach Fertigstellen des Fachraumtraktes aus dem Bonatzbau aus.

1970:  Das Neue Gymnasium für Jungen und Mädchen wird Dank der Koedukation aus der Taufe gehoben. Unter der Leitung von Dr. Wilhelm Hofmann brachte es die Schule auf 850 Schülerinnen und Schüler. Eine Teilung der Schule, die Gründung des Solitude- Gymnasiums Weilimdorf, war die logische Folge der "Drucketse". Die Schulleitung zieht mit einem Teil der Schüler- und Lehrerschaft 1975 nach Weilimdorf um und macht Platz für eine ganz junge neue Mannschaft mit nur wenigen NG- treuen...

1975: Dr. Hofmann zieht mit einem Teil der Schüler- und Lehrerschaft nach Weilimdorf um.

1975: Dr. Klaus Müller wird Chef eines innovativen Teams. Viel Neues wird ausprobiert.      In dieser Zeit beginnen fast überall die Schülerzahlen zu sinken. Der Vorteil: Kleine Klassen und Unterricht fast wie an einer Privatschule.

1983: Das NG wird Mitglied im Umweltschulnetz der EG, eine von drei Mitgliedsschulen in der BRD. Besonders die Unterrichtsprojekte zur Luft- und Gewässeruntersuchung in Feuerbach sind herausragende Leistungen der Schüler- und Lehrerschaft. Projektarbeit und Projekttage sind in vielen Fächern seither üblich und Teil des Schulprofils. 

1985: Das NG lädt alle Umweltschulen des Europäischen Umweltschulnetzes zu einem  „workcamp " in das Feuerbacher Tal ein. Das Camp wird zu einem großen Erfolg. Für diese Leistung und andere Projekte erhält das NG ab 1986 zahlreiche Umweltpreise.

1986:  Zum ersten Mal und dann immer wieder erhält das NG den Umweltpreis der Stadt Stuttgart für die Luft- und Bodenuntersuchungen in Feuerbach.

1987:  Das 90-jährige Jubiläum kann gefeiert werden.

1990:  Einrichtung des Mittagstisches mit Hilfe ehrenamtlicher Tätigkeit der Eltern und des Schulvereins als Träger. Das Engagement wird 1991 mit der Preismedaille des Landes für vorbildliche Bürgeraktionen ausgezeichnet. Durch Eltern unterstützt findet der erste "Schnuppernachmittag" für Grundschüler und ihre Eltern statt. Inzwischen ist der „Tag der offenen Tür“ eine feste Einrichtung.

1991:  Der Verein der Ehemaligen und Förderer des NG, Herr Zielfleisch und Frau Rösler erhalten stellvertretend für das große Engagement des Vereins  von MP Erwin Teufel eine Preismedaille für die vorbildliche Bürgeraktion: Mittagstisch, Weihnachtsmarktstand und Flohmarkt sind die Aktionsplattformen der Preisträger.

1997:  Das 100-jährige Jubiläum feiern 415 Schülerinnen und Schüler zusammen mit den Lehrern und Gästen an einem Wochenende in der Festhalle. Vor allem der am NG ständig sehr gut betreute musische Bereich mit Theater, Musik und Kunst gestaltet dabei viele schöne Stunden unter anderem mit dem Musical „Tabaluga“. Im Unterricht verankert sich immer stärker das „Darstellende Spiel“ und ist bis heute eine der wichtigen Säulen in der ganzheitlichen Erziehung am Neuen Gymnasium.

1998:  Die 1. Berufsbilderbörse findet statt. Sie soll Schülerinnen und Schüler ab Stufe 8 Einblicke in die Sonnen – und Schattenseiten von Berufen ermöglichen. Die Vorstellung der jeweiligen Berufsbilder erfolgt häufig durch ehemalige Schüler oder durch Eltern von Schülern des NG und deren Freunde und Bekannte.  Die ersten Schülerinnen und Schüler werden bei der Hausaufgabenbetreuung  angemeldet;

1999: :  "Schulen ans Netz" erweitert und ergänzt das schon bestehende mediale Angebot der Schule durch die Vernetzung von Fachräumen, Klassenzimmern, Sekretariat und Bibliothek und deren Anschluss an das Intranet der Schule.

2002:  Das NG verabschiedet seinen langjährigen Schulleiter Dr. Klaus Müller und begrüßt zugleich seinen neuen, Hans Joachim Miller, den langjährigen stellvertretenden Schulleiter.

2003:  Mit Petra Schwabenthan- Bracht als Stellvertreterin ist das Führungsduo wieder komplett. Neues wird angepackt, z.B. die Umsetzung der neuen Bildungspläne und Bildungsstandards sowie das Einschwören auf das Schulprofil.                                                      Die Arbeit im  Netzwerk „g’sund und g’scheit“ des Gesundheitsamtes und ein gemeinsamer pädagogischer Tag lösen bedeutende Impulse aus: Es entsteht ein großes gemeinsames Lehrerzimmer, der Pausenhof wird umgestaltet, die Schule präsentiert sich auf einer   attraktiven  Homepage und es wir die Grundlage dafür gelegt, dass mehr gemeinsame Feste stattfinden.

2004:  Wir begrüßen bei uns 90 Schülerinnen und Schüler im G8, die 2012 bereits gemeinsam mit den Schülerinnen und Schülern des letzten G9- Zuges das Abitur ablegen werden.

2005:/2006:   526 Schülerinnen und Schüler gestalten mit ihren Lehrerinnen und Lehrern die Schule - und auch die Eltern bringen sich stark ein: Das Schulhaus bekommt farbliche Akzente und auch der Adventsbasar, dessen Erlös ein Kinderheim in Peru unterstützt, wird von der Schulgemeinde als bereichernd empfunden. Das NG startet im Jugendbegleiterprogramm des Landes und baut das Betreuungsangebot  aus.

2007: Das Fach NWT wird für die Stufe 8 statt der 3. Fremdsprache eingeführt. Dazu wird der   Biologie-Saal von einem Hörsaal zu einem Praktikumsraum umgebaut. Es fehlt an Räumen,dennoch kommt die Bismarckschule  zur „Untermiete“, da sie einen noch  größeren Raumbedarf hat.

2009: Susanne Heß wird neue Schulleiterin. Mit einem großen Engagement, viel Energie und immer  „Offen für das Neue“ setzt sie sich dafür ein, dass das Profil der Schule und das Leitbild dahinter stärker hervortreten.

2011: 623 Schülerinnen und Schüler besuchen inzwischen das Neue Gymnasium in 27 Klassen. Der Doppeljahrgang G8 und G9 mit 129 Abiturientinnen und Abiturienten muss bewältigt werden. Viele neue Lehrkräfte ergänzen das Kollegium.

2012: Frau Schwabenthan-Bracht wechselt als Stellvertretende Schulleiterin an ein anderes Stuttgarter Gymnasium, das näher an ihrem Wohnort liegt. Die Stellvertreterstelle bleibt ein Jahr vakant.

2013: Zum Ende des Schuljahres 2012/13 kommt Ulrich Frey als Stellvertretender Schulleiter an das Neue Gymnasium. Mit ruhiger Hand übernimmt er alle organisatorischen Fragen und das Schulleitungsteam ist wieder komplett. 60 Schülerinnen und Schüler starten im Schuljahr 2013/14 neu am "Neuen" in der fünften Klasse, 574 Schülerinnen und Schüler besuchen im Schuljahr 2013/14 das Neue Gymnasium. Viele neue Lehrerinnen und Lehrer kommen in das Kollegium, ältere Kolleginnen und Kollegen gehen in Pension. Es sind bewegte Zeiten. Das "Neue" wird fremdevaluiert durch ein Team des Landesinstituts für Schulentwicklung. Gleichzeitig beschließt die Schulgemeinschaft, langfristig mit dem benachbarten Leibniz-Gymnasium zusammen zu arbeiten und die beiden Gymnasien in der Zukunft als ein Feuerbacher Gymnasium neu zu gründen. Wir bleiben auch weiterhin konsequent "offen für das Neue"!

2014: Der "Campus Feuerbach" ist unser großes Thema in Feuerbach. Ein zukünftiges gemeinsames Gymnasium wird gedanklich und baulich geformt, ein pädagogisches Konzept wird entwickelt, die bauliche Umsetzung wird durchdacht.

2015: Die Schulgemeinschaft stellt sich darauf ein, dass der "Campus" noch auf sich warten lässt. Es geht nicht wirklich voran, ohne dass das NG die Dinge beschleunigen kann. Aber die innere Schulentwicklung stoppt nicht. Das Kollegium arbeitet weiter in Jahrgangsstufenteams konstruktiv und innovativ zusammen und 611 Schülerinnen und Schüler werden in 25 Klassen an der Schule unterrichtet. Das Schulleitungsteam formiert sich neu mit Herrn Armbrust als zweitem Abteilungsleiter. Die Fachschaft Musik erarbeitet eine Kooperation mit der Musikschule Feuerbach, das NG baut sein MINT-Programm über die Stiftungsarbeit aus.

Zum Schuljahr 2016/17 wird die dritte Abteilungsleiterstelle endlich besetzt werden. Zugleich fordert die Auseinandersetzung mit dem neuen Bildungsplan Zeit und Aufmerksamkeit. Klassenstufe 5 und 6 werden auf eine neue Kontingentstundentafel und auf den neuen Bildungsplan umgestellt.